Zuschüsse zur Wohnungsanpassung

– Seit 01.01.2015 ohne eigene Zuzahlung

Mit dem Pflegeneuausrichtungsgesetz hat sich so einiges geändert. Eine der Zielsetzungen der Gesetzesanpassung ist, es dem Pflegebedürftigen zu ermöglichen, so lange wie möglich zu Hause gepflegt und betreut zu werden. Hierzu ist es hilfreich und oft auch unerlässlich das Wohnumfeld an die besonderen Belange des Pflege- oder Betreuungsbedürftigen individuell anzupassen. So kann zum Beispiel das Bad dahingehend umgebaut werden, dass Hindernisse und Gefahrenquellen entfernt oder zumindest minimiert werden.

Diese Veränderungen - sogenannten Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds - kann die Pflegekasse auf Antrag bis zu 4.000 Euro bezuschussen, wenn sie dazu dienen, die häusliche Pflege zu ermöglichen oder erheblich zu erleichtern oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflege- oder Betreuungsbedürftigen wieder herzustellen.

Neu ist, dass diese Umbaukosten zu 100% von den Pflegekassen übernommen werden, so dem Antrag stattgegeben wird. Noch Jahr zuvor war eine eigene Zuzahlung von 10% der Verbesserungsmaßnahmen erforderlich.

Um Ärger mit der Pflegekasse zu vermeiden, empfiehlt es sich, zuerst den Antrag zu stellen und den Bescheid der Pflegekasse abzuwarten, bevor man mit den Anpassungen des Wohnumfelds beginnt. Die Auszahlung eines bewilligten Zuschusses erfolgt in der Regel sobald die Maßnahmen abgeschlossen sind und die entstandenen Kosten belegt werden können.

Ein Zuschuss zur Wohnungsanpassung kann sogar ein zweites Mal gewährt werden, so sich die Pflegesituation derart gravierend verändert hat, dass erneute Maßnahmen nötig werden.